Tour V: Lurgbauer - Schneealm
Eine schweißtreibende Runde über die Schneealm.
"Bademantel und Handtuch können bis 18 Uhr ausgeborgt werden." Eine Tafel dieses Inhalts erwartet man wohl kaum auf einer Schutzhütte, sondern eher in einer komfortablen Talherberge. Doch im 1784 m hoch gelegenen Schneealpenhaus gibt es eine Sauna. Und wer nicht schon beim steilen Aufstieg ins Schwitzen gekommen ist, kann dies bei einem Aufguß in luftiger Höhe nachholen.
Die Schutzhütte, auf dem Schauerkogel am Rande der großen Hochfläche gelegen, ist überhaupt gut ausgestatte, etwa mit Solaranlage und Windgenerator. Und sie ist auch mit dem Auto erreichbar, zum Glück jedoch nur von "Befugten". Für alle anderen endet die Straße in 1500 m Höhe, unbefugt fahren nur die Mountainbiker weiter.
Der Bergsteiger findet abseits des Trubels genug Routen, die sich durch besondere landschaftliche Schönheit und alpinen Charakter auszeichnen. Der Anstieg durch den Lohmgraben gehört zweifellos dazu, der Abstieg über das Kampl ebenfalls.
Mit einer Länge von 12 km und einer Breite von 7 km übertrifft das Hochplateau der Schneealpe bei weitem die benachbarte Rax, ist allerdings etwas niedriger. Trotzdem gewährt der höchste Punkt, der Windberg, eine traumhafte Aussicht, die bis zum Dachstein, ins Waldviertel und zu den Steiner Alpen in Slowenien reicht. Rax, Veitsch, Hochschwab und die Mariazeller Berge hat man sozusagen direkt vor der Nase. Das Gipfelkreuz besteht aus rostbeständigem Edelstahl und schaut wie neu aus, obwohl es schon 1958 errichtet wurde.
Nicht zu unterschätzen
Den Namen verdankt die Schneealpe der Tatsache, dass sich in den Dolinen der Schnee auch über den Sommer hinweg hält. Und bei Schlechtwetter (Nebel, Sturm) erweist sie sich als sehr gefährlicher Berg, da wird die Orientierung auf der fast brettlebenen, riesigen Hochfläche schwierig.
 Für die empfohlene Runde ist Trittsicherheit erforderlich, wenngleich man dem auf einer schmalen Schneid führenden Weg über das Kampl auf der Almstraße ausweichen kann.
Route:
Ausgangspunkt ist der Lurgbauer, den man von Altenberg an der Rax erreicht. Auf der roten Markierung geht es in den Lohmgraben, dann zweigt der Weg schaft links ab und führt steil zum Schauerkogel und zum Schneealpen-Schutzhaus. Gehzeit ab Lurgbauer 2 ½ Stunden.
Nun quert man, rot markiert, die Hochfläche, gelangt zur Michlbauerhütte und über einen Hang zum Windberg. Gehzeit ab Schneealpen-Schutzhaus eine Stunde.
Zurück zum Schneealpenhaus und nach rechts. Die Markierung führt oberhalb der Felsen in einen Sattel nahe der unbewirtschafteten Kutatschhütte und einer Sendeanlage.
Man steigt auf der Straße bis zur ersten Linkskehre ab, hält sich dort geradeaus und erreicht über das Kampl in steilem Abstieg den Parkplatz der Mautstraße. Gehzeit ab Windberg 1 ¾ Stunden. Man quert den Parkplatz und steigt weiter auf der roten Markierung ab. Auf der Öd schwenkt man nach links auf den alten Knappensteig ein – rot und grün markiert -, der zum Lurgbauern zurückführt. Gehzeit ab Parkplatz 1 ½ Stunden.
Gehzeit: 6 ¾ bis 7 Stunden
Höhendifferenz: rund 1100 m
Stützpunkte: Schneealpen-Schutzhaus und Michlbauerhütte
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